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Sportpark Gaarden
Gaarden bunt und vielfältig
Meldungen aus dem Jahr 2017

Jahreshauptversammlung 2017

Michael Schimanski neuer 1. Vorsitzender – 17.03.2017
Am 17. März konnte der 1. Vorsitzende Dieter B nning 84 Mitglieder begrüßen, darunter auch den Gaardener Ratsherrn Wolfgang Schulz (SPD), der ja auch Vereinsmitglied ist; weiter „unseren” KN-Redakteur Martin Geist, ebenfalls Vereinsmitglied, schließlich noch eine Reihe Ehrenmitglieder: Kaller Jäckin, Peter Berberich, Lothar Schlüter, Werner Schiller, Georges Papaspyratos, Walter Zickert und Harald Adam.

Dann ehrte die Versammlung die seit der letzten Jahreshauptversammlung verstorbenen Mitglieder Birgit Hinrichsen, Gerhard Hoffmann, Wilhelm Johannsen und Michael Schmalz durch eine Gedenkminute.
In unser Gedenken schließen wir auch frühere Mitglieder und verstorbene Angehörige unserer Mitglieder ein.

Ein erfreulicher Tagesordnungspunkt sind immer wieder die Ehrungen. Die Ehrung erfolgreicher Ringer nahm Georges Papaspyratos vor:
    Norddeutsche Einzelmeisterschaften (Griechisch-Röm. und Freistil) am 25.02.2017 in Schwerin:
  • Karen Margaryan – Norddeutscher Meister 2017
  • Varos Perosian – Norddeutscher Vizemeister 2017
weiter
    Offene Mitteldeutsche Einzelmeisterschaften (Griechisch-Röm. und Freistil) am 04.03.2017 in Luckenwalde:
  • Karen Margaryan – Mitteldeutscher Vizemeister (A-Jugend)
Henner Neuweiler
Henner Neuweiler freut sich über seine Ernennung zum Ehrenmitglied. (Foto: Martin Geist)
Henner Neuweiler wurde für seine jahrzehntelangen Verdienste um die Tennisabteilung und die Beratung und Hilfe in Finanz-, Steuer- und Sozialversicherungsfragen zum Ehrenmitglied ernannt.

Im Vorstandsbericht ließ Dieter Bünning noch einmal das abgelaufene Jahr 2016 Revue passieren.
In sportlicher Hinsicht ergaben sich viele positive Aspekte, das ergibt sich ja auch schon aus den Ehrungen jetzt und im Sommer. Leider musste er auch mit einigen Negativerlebnissen aufwarten.

  • Ringen: Es boomt weiter. Sportliche Erfolge heimsten die Ringer bei vielen Wettkämpfen und Vergleichskämpfen im In- und Ausland und bei den Kämpfen in der Regionalliga Nordost ein.
  • Boxen: Auch die Boxabteilung boomt, es wurden viele Kampfveranstaltungen in Dänemark und in Mecklenburg-Vorpommern besucht. Höhepunkt war natürlich die 2. Boxgala in der Coventryhalle.
  • Ringen und Boxen führen insgesamt 10 Projekte durch, darunter die Projekte des Landessportverbandes „Sport für alle – Integration durch Sport – Sport mit Ausländern”, „Ringen an Schulen”, „Sport gegen Gewalt” und „Integration durch Sport”, und haben auch 2016 erhebliche Förderungsmittel an Land gezogen.
  • Neu aufgemacht wurde eine Gruppe für Olympisches Gewichtheben, sie nutzt den neuen Kraftraum in der Coventryhalle. Diesen Raum haben die Gewichtheber und Ringer selbst ausgebaut; für das Material hat zum großen Teil Rainer Kuberski gesorgt.
  • Turnen: Ständig werden die Angebote im Bereich Gesundheitssport erweitert, sie kommen gut an.
  • Erfreulich auch die Entwicklung beim Handball: Zwar musste die 1. Frauenmannschaft die Kreisoberliga wieder verlassen, aber der sofortige Wiederaufstieg ist greifbar nahe. Die 2. Mannschaft schlägt sich in ihrem 2. Jahr achtbar. Die Männer sind nach ihrem unangefochtenen Aufstieg auch in der Spitzengruppe der 1. Kreisklasse zu finden, und der Durchmarsch ist durchaus realistisch.
  • Fußball: Die im Vorjahr neu aufgestellte 2. Männermannschaft, die gemeinsam mit der 1. Mannschaft in der Kreisklasse C spielte, ist nach einem Jahr genauso schnell verschwunden, wie sie auftauchte. Die 1. Mannschaft liegt mit neuem Trainer Marcel Reimer im Mittelfeld. Es wird auch weiter am Neuaufbau einer Alten Herren gearbeitet. Auch in der Jugendabteilung boomt es, und wenn man das bunte Treiben auf der Baukampfbahn und dem Coventryplatz sieht, lacht das Herz. Aber: Es drohen Engpässe bei Trainern und Betreuern. Lobenswert auch die sonstigen Aktivitäten: So kommt noch im März das DFB-Mobil, und im Juli findet auf der Baukampfbahn ein dreitägiges Fußballcamp statt.
  • Tennis: Mehrere Mannschaften auf Bezirksebene. Auch die Leistung ist da. Sorgen bereitet aber weiterhin die Entwicklung der Mitgliederzahl. Von einem neuen Tennisboom durch die Erfolge von Angelique Kerber ist leider nichts zu spüren.
  • Jugger: Läuft gut, sie bringen sich gut in den Verein ein. Sie waren zu Turnieren in ganz Deutschland unterwegs. Im April veranstalteten sie wieder ihr großes Turnier auf unserer Anlage, das 3. Kieler Nordderby der Fischkoppkrieger. In diesem Jahr steigt also schon die 4. Auflage.
  • Kanu: Mehr eine Wanderabteilung mit familiärem Charakter. Hier gibt es immer etwas zu bauen, was die Abteilung aber meistens in Eigenregie erledigt.
  • Fitness: Entwickelt sich weiterhin und nutzt auch den neuen Kraftraum in der Coventryhalle, Nordic Walking boomt, zwei Gruppen.
  • Tischtennis: Es bleibt weiter Sorgenkind.
  • Hobbyvolleyball läuft in zwei Gruppen; eine dritte Gruppe ist im Werden. Im Sommer hat die Abteilung sich das 5. Tennisfeld zum Beachvolleyball umgebaut; es wird auch gut genutzt.
  • Wandern: Kaller Jäckin sorgt dafür, dass der Betrieb weitergeht.
  • Rollkunstlauf ist ein großer Aktivposten und auch erfolgreich. Mit dem letzten Schaulaufen im Dezember wurde noch einmal die Jugendsport- und Bühnenshow von 2015 unter dem Motto „Eine wunderbare Reise durch die TV-Serien unserer Kinder und ein Wiedersehen mit alten und neuen Freunden” präsentiert. Damit wurde das 10-jährige Bestehen dieser Sparte im Verein gebührend gefeiert. Eine zweimal ausverkaufte Halle war der Lohn, und das sagt alles über den Erfolg.
  • Schwimmen: Die Schwimmer waren im Oktober eine Woche im Trainingslager in Velbert. Gerade wurde das 19. TuS-Gaarden-Pokalschwimmen mit rd. 150 Teilnehmern aus ganz Schleswig-Holstein ausgerichtet. Aqua-Fitness, Aqua-Gymnastik und Aqua-Jogging boomen.
  • TaeKwonDo: Ist eine kleine, aber feine Abteilung. Nach dem Wechsel in der Führung geht es wieder aufwärts.
  • Floorball ist eine ziemlich junge Abteilung, kann aber schon mit schönen Erfolgen in der Ü30-Regionalliga aufwarten. Bemerkenswert, dass der Verein für die Abteilung eine gebrauchte Spielfeldbande gekauft hat und die Floorballer sie nun durch Spenden und Werbeflächen refinanzieren. Zur Nachahmung empfohlen.
  • Das Jahr 2016 war zwar kein Jubiläumsjahr, aber dennoch haben mehrere Abteilungen Turniere auf die Beine gestellt (Jugger, Fußball, Floorball). Andere hatten spezielle Events im Programm (Schwimmen, Tennis, Boxen, Ringen, Rollsport).
Soweit der sportliche Teil, nun zum Gesamtverein und zur Sportpolitik!

  • Personell hat sich im Vorstand und auf der Geschäftsstelle wiederum einiges getan. Zunächst mussten wir für Anja Eichler, die aus beruflichen Gründen aufhörte, einen Nachfolger finden. Wir hatten uns zunächst für Lisa Fröse entschieden, aber das erwies sich leider ziemlich schnell als völliger Fehlgriff. Ein Glücksgriff war dann Harald Lindner, der sich als Fachmann schnell einarbeitete und im Grunde schon jetzt voll im Thema ist. Auch für die Geschäftsstelle hatten wir mit Marion Stender eine gute Wahl getroffen. Für ihren Ausstieg nach einem Jahr haben wir Verständnis: Sie konnte eine Vollzeitstelle bei einem Steuerberater bekommen, und da musste sie einfach zugreifen. Als Nachfolgerin konnten wir Karin Thormann gewinnen, die aber leider zum Ende März 2017 aufhörte. Dann schlug im Herbst die Hiobsbotschaft von Birgits Ableben wie ein Blitz ein. Trotz ihrer Krankheit hat sie sich immer sehr intensiv um die Geschäftsstelle gekümmert; sie lag ihr immer am Herzen. Es stehen uns auch 2017 einige Änderungen bevor. Aber dazu dann mehr beim TOP „Wahlen”.
  • Weitere Veranstaltungen waren das traditionelle Ostereiersuchen, das Mitarbeiteressen mit Ehrungen, der offizielle Jubiläumsempfang und die Kranzniederlegung zum Gedenken an unsere verstorbenen Mitglieder. Und dazu muss ich etwas sagen. Meine Wutrede im letzten Jahr hat doch etwas genützt: Die Beteiligung war 2016 sehr gut, dafür danke ich allen Teilnehmern. Das darf nun nur keine Eintagsfliege bleiben.
  • Neben den rein sportlichen Aktivitäten der Sportabteilungen war unser Verein auch diesmal wieder auf anderen Schauplätzen aktiv: Bei der Kieler Woche beteiligte sich wieder unser Jugendausschuss unter der Führung von Michael Voß am Open Park im Werftpark mit einem Informations- und Mitmachstand. Weiterhin zeigten unsere Sportler beim Tag des Sports viele Angebote unseres Vereins: Ringer, Boxer, Jugger, Jugendfußballer und TaeKwonDoka vertraten unseren Verein hervorragend. Last, but not least das Brunnenfest. Auch hier ist es selbstverständlich, dass wir uns einbringen. Dann noch das Interkulturelle Sport- und Spiel-fest im Sport- und Begegnungspark, das TuS Gaarden in Kooperation mit dem Landessportverband nun schon zum 6. Mal durchgeführt hat, und das neben vielen TuS-Abteilungen auch vielen Mitgliedern der Interessengemeinschaft Gelegenheit gibt, sich zu beteiligen. Alle hier genannten Aktivitäten und Veranstaltungen werden neben dem regulären Vereinsbetrieb wahrgenommen und stellen eine zusätzliche Belastung dar. Auch hierfür soll an dieser Stelle noch einmal allen Beteiligten gedankt werden.
  • Mitgliederbestand (gemeldet an LSV):
    • am 31 12.2013 – 1.349 Mitglieder.
    • am 31 12.2014 – 1.410 Mitglieder.
    • am 31 12.2015 – 1.405 Mitglieder
    • am 31.12.2016 – 1.390 Mitglieder
    • am 10.03.2017 – 1.420 Mitglieder
  • Ein Stichwort ist immer der Sport- und Begegnungspark Gaarden: Es gibt eine Interessengemeinschaft, die durch einen fünfköpfigen Sprecherrat geführt wird. Die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen ist gefragt. Inzwischen sind die Gaardener Bauabschnitte fertiggestellt. Die schweren Baumängel am Servicegebäude sind auch beseitigt, so dass es wieder in Betrieb genommen worden ist. Die immerwährende Arie mit unserem ureigenen Trainingsplatz Coventryplatz ist bekannt. Es kann nicht angehen, dass ortsfremde Vereine vom Westufer im Winter hier trainieren und der Platz durch die Mehrbelastung ruiniert wird, so dass er im März/April vollständig renoviert werden musste und deshalb für unseren Trainingsbetrieb nicht zur Verfügung stand. Inzwischen haben wir mit dem Sportamt, dem Grünflächenamt und dem Sprecherrat die Benutzungszeiten drastisch eingeschränkt, so dass sie praktisch durch unseren Trainingsbetrieb ausgereizt sind. Außerdem müsste er m. E. doch eingezäunt werden (Trampelpfade, Autospuren, Hundekot, Hundeübungsplatz usw.).
  • Mein Aufruf wie immer an alle: Nutzt unseren Internet-Auftritt und unsere Vereinszeitung, damit unsere Aktivitäten auf allen Ebenen noch besser bekannt werden. Bessere Werbung gibt es nicht. Aber die Initiative muss schon aus den Abteilungen kommen.
  • Apropos Vereinszeitung: Seit Sommer 2016 wird sie im Vierfarbdruck hergestellt. Durch farbige Fotos ist sie noch lebendiger. Und auch die Anzeigenkunden, ohne die wir die Zeitung nicht herausgeben könnten, erkennen das: Viele haben ihr Inserat schon mehrfarbig gestaltet.
  • Thema Vereinsheim: Hat sich weiter positiv entwickelt, aber wir müssen aufpassen, dass es so bleibt. Es wird immer mehr zu einem Treffpunkt in Gaarden. Mehrere Vereine nutzen es: Alte Gaardener Gilde, Gaardener Verein, Skatclub, Kleingartenverein, auch die Parteien. Das müssen wir noch viel mehr bekannt machen. Deshalb mein Aufruf: Besucht unser Sportheim. Ich möchte auch mal einen Dank an Karin Trede loswerden. Ich meine, wir haben ein sehr gut geführtes Sportheim. Man braucht sich nur mal umzusehen, wie mühsam es teilweise bei anderen Vereinen läuft. Seit Sommer 2015 sind wir auch SKY-Stützpunkt, d.h., hier kann Bundesligafußball und Championsleague-Handball gesehen werden. Das war aber nur möglich, weil wir als Verein Vertragspartner geworden sind. Meines Wissens sind wir in Gaarden die einzige Gastronomie mit SKY. Also, nutzt die Möglichkeit. Ein anderes Thema: Seit dem 1. Januar ist Karin Trede nun nicht mehr Pächterin unserer Sportgaststätte. Schon im Sommer hatten wir uns für ihre Tochter Sylvia Hildebrandt als Nachfolgerin entschieden. Die Schwierigkeiten, überhaupt noch vernünftige Pächter zu finden, sind bekannt, und wir hoffen, dass wir eine gute Entscheidung getroffen haben.
  • Kinderarmut ist gerade in unserem Stadtteil ein Dauerbrenner. Finanziell kommen uns die Einnahmen aus der Kiel-Karte natürlich gut zupass, aber dennoch ist die Zahl bedenklich. Wir sind mit über 200 Kindern, die über die Kiel-Karte bei uns Sport treiben, in Kiel der Verein mit der weitaus höchsten Zahl vor TuS Mettenhof. Außerdem ist der Verwaltungsaufwand sehr hoch.
  • Zusammenarbeit mit Abteilungen war gut, alle haben es dem Vorstand leicht gemacht. Dafür herzlichen Dank.
  • Dank auch an Heinzelmännchen, die unter der Führung von Kurt Jürgensen und Walter Zickert immer noch aktiv sind. Dauert manchem manchmal etwas zu lange, aber man muss Verständnis haben. Ist im Zeitalter der leeren Kassen für uns aber auch die einzige Möglichkeit, etwas zu schaffen. Aber auch bei unseren anderen Heimen (Tennis, Kanu) legen unsere Mitglieder selbst Hand an beim Reparieren und Renovieren, um dem Verein Kosten von der Hand zu halten. Und immer wieder der Maschineneinsatz der Fa. Jürgensen & Söhne. Was das für uns bedeutet, dafür ein Beispiel: Wenn man den Blaschkeplatz und die Baukampfbahn vergleicht, weiß man, was unsere Heinzelmännchen leisten, und was wir an ihnen haben. Meine Bitte an alle Mitglieder, das auch zu achten und zu pflegen, was überall geschaffen wird! Auch der Dauerbrenner Duschräume ist hoffenlich aus den Schlagzeilen verschwunden.
  • Wir haben aber auch die Chance, neue Mitglieder zu gewinnen:
    Projekt „Integration durch Sport – Sport mit Ausländern” läuft mit Ringen und Boxen auch 2017 weiter, Anträge sind gestellt. „Schule und Sport” ist leider ausgelaufen, aber es gibt eine Nachfolgelösung.
  • Gesundheitssportangebote werden ständig erweitert.
  • Es müssen mehr flexible Angebote gemacht werden. Unsere Pläne sind zu starr. Wir müssen neue Wege gehen und die alten eingefahrenen Spuren verlassen, aber das ist natürlich schwierig, weil wir nicht frei über die Hallen verfügen können.
  • Nicht zu vergessen die gute Arbeit in eigentlich allen Abteilungen. Leider nicht immer die Resonanz in der Presse, die sie verdienen. Aber an dieser Stelle ist es angebracht, allen Mitarbeitern, egal, an welcher Stelle sie tätig sind, ein herzliches Dankeschön zu sagen. Ihr ehrenamtlicher Einsatz ist die Basis jeglicher Vereinsarbeit und kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Dies wird bei einschlägigen Anlässen und in den Sonntagsreden der Politiker auch gerne anerkannt. Es sollte aber auch mehr von den Mitgliedern anerkannt werden. Das vermisse ich manchmal. Auf jeden Fall aber allen Mitarbeitern, an welcher Stelle sie auch tätig sind: Herzlichen Dank!
  • Gesellschaftspolitische Veranstaltung wie das Gaardener Grünkohlessen ist etabliert und wird mit TuS Gaarden in Verbindung gebracht. Ich will nicht vermessen sein, aber ich behaupte, das ist das gesellschaftliche Ereignis in Gaarden 2017. Landtagsvizepräsident Bernd Heinemann, die Spitze der Landeshauptstadt Kiel mit Oberbürgermeister, zwei Dezernenten, Ratsfraktionen der SPD, der CDU, des SSW und der FDP, insgesamt 145 gemeldete Teilnehmer, viel mehr geht nicht. Auch die Berichterstattung in den Kieler Nachrichten war wieder gut dank Martin Geist.
  • Gerade das Gaardener Grünkohlessen trägt auch dazu bei, dass unser Verein gehört wird. Unsere Meinung ist gefragt. Ich merke das an den vielen Einladungen, die ich als Vorsitzender bekomme und auch fast alle wahrgenommen habe. Die bekomme ich nur deswegen, weil unser Verein in der Politik, bei der Stadt, bei den Verbänden einen guten Ruf hat. Das ist ein Pfund, mit dem wir wuchern können und müssen. Und in diese Rubrik gehört auch, dass wir auch im vergangenen Jahr wieder eine Reihe von Spenden entgegennehmen durften, die wir sonst wohl nicht erhalten hätten. Ich denke an die großzügigen Spenden der Fördesparkasse, Georges Papaspyratos, Marianne Strunk, Henner Neuweiler, Gerd Baasch, Klaus-Jürgen Mohr und noch einige andere. Alle kann ich hier gar nicht nennen. Bedenklich finde ich, und das stimmt mich traurig, dass die Kieler Volksbank sich anscheinend aus der Förderung der „kleinen” Vereine zurückzieht und sich offensichtlich nur noch auf THW und Holstein beschränkt.
  • Auch in manchen Abteilungen ist Bewegung gewesen. Und deshalb meine Bitte: Wir wissen alle, dass es immer schwieriger wird, überhaupt noch ehrenamtliche Mitarbeiter und Führungskräfte zu gewinnen. Deshalb sollten wir froh über jeden sein, der eine Aufgabe übernimmt, und ihn nach Kräften unterstützen und nicht immer nur kritisieren. Jeder hat andere Vorstellungen, jeder hat einen anderen Stil. Und oft ist es ja auch ganz gut, wenn ausgetretene Pfade mal verlassen werden und ein frischer Wind weht.
Alles in allem: In einem schwierigen Umfeld und im Zeichen eines Wertewandels und leerer öffentlicher Kassen geht es uns immer noch einigermaßen gut. Wir verfügen über herrliche Sportanlagen, ich behaupte sogar, über die schönsten in ganz Kiel, und es hat mir noch niemand widersprochen. Und wir schonen sie nicht nur, sondern tun auch etwas dafür, wie ich eben schon darlegte. Dennoch Aufruf zur Mitarbeit. Wir haben immer zuwenig davon. Je mehr wir davon haben, desto einfacher ist es für den einzelnen.

Unser kommissarischer Kassenwart Harald Lindner stellte den Kassenbericht per 31. Dezember 2016 vor. Den Projektkassenbericht erläuterte Georges Papaspyratos, der die gesamten Projekte ja auch unter seinen Fittichen hat. Alle Kassen wurden von den Revisoren Nadine Brammer und Holger Allenstein geprüft. Aufgrund der Prüfungsberichte entlastete die Versammlung unseren Kassenwart Harald Lindner einstimmig. Diese Entlastung war für uns als Vorstand insgesamt und für Harald als Kassenwart sehr wichtig.

Für die Entlastung des Vorstands und des Turn- und Sportrats sprach Peter Berberich. Auch hier wurden die Entlastungen einstimmig ausgesprochen.

Den Haushaltsvoranschlag 2017 trug wiederum Harald Lindner vor. Es sind Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 220.000,- € vorgesehen. Er wurde einstimmig gebilligt. Es gibt zurzeit keine Rücklagen, diese sollen in der Zukunft gebildet werden.
Bis zum 7. März waren keine Anträge beim Vorstand eingegangen, so dass der Punkt entfallen konnte.

Bevor wir zu den Wahlen kamen, gab ich die Verabschiedung eines Turn- und Sportratsmitgliedes bekannt: Wir wissen alle, dass Burkhard gesundheitlich sehr angeschlagen ist und uns deshalb nicht mehr zur Verfügung steht. Mit einem kleinen Geschenk hatten wir ihn zu Hause in Fockbek aus seinem Amt verabschiedet.

Straub, Buenning
Stolz präsentiert Dieter Bünning seine Ernennungsurkunde zum Ehrenvorsitzenden.
Links 2. Vorsitzender Klaus-Peter Straub. (Foto: Martin Geist)
Danach übergab Dieter Bünning die Versammlungsleitung an unseren 2. Vorsitzenden Klaus-Peter Straub.
Er trug den Antrag des Vorstands vor, den scheidenden 1. Vorsitzenden zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen. Die Mitgliederversammlung stimmte einstimmig zu, und unter Standing Ovations überreichte Klaus-Peter Straub die Ernennungsurkunde an Dieter Bünning.

Nach der Gratulationscour, die auch einige sehr schöne Geschenke einschloss, zog Klaus-Peter dann die Wahlen durch.
Zum neuen 1. Vorsitzenden wurde Michael Schimanski mit einer Gegenstimme gewählt.
Ebenfalls eine Gegenstimme erhielt Holger Allenstein als neuer Obersport- und -spielwart.
Zum neuen Kassenwart (1 Jahr) wurde Harald Lindner gewählt, der dieses Amt ja schon kommissarisch bekleidete.
Angelika Bordt, die das Amt ja auch schon kommissarisch wahrnahm, wurde neue Schriftwartin.
Neue Beisitzerin: Maria Eichler.
Revisor: Jürgen Fitzer.
Die letzten vier Posten wurden ohne Gegenstimme besetzt.

 
Schimanski, Buenning
Neuer und alter 1. Vorsitzender: Michael Schimanski und Dieter Bünning.
(Foto: Martin Geist)
Unter „Verschiedenes” meldete sich Dieter Bünning, nun als Ehrenvorsitzender mit einer kleinen Abschlussrede zu Wort. Er dankte allen, die ihn unterstützt, ihm geholfen, ihm die Arbeit leicht gemacht haben. Ohne Unterstützung im Vorstand und ohne Euch alle, egal, an welcher Position, wäre das gar nicht möglich gewesen.
Ein besonderer Dank aber galt seiner Frau Elisabeth, ohne die er die Ämter überhaupt nicht hätte übernehmen können. Sie hat ihn immer unterstützt und manchmal auch neuen Mut zugesprochen, war auch oft allein zu Hause. Er dankte auch dem Verein und allen für die große Ehrung, die ihm zuteil wurde, und versprach, den neuen Vorstand selbstverständlich zu unterstützen, wenn es gewünscht wird und er dazu in der Lage sein wird. Michael wird seinen Stil finden, und der wird mit Sicherheit anders sein als seiner. Er bat alle: Macht es ihm genauso leicht, wie Ihr es ihm leicht gemacht habt. Er braucht unser aller Unterstützung.
Vielleicht sollten wir uns eines Wortes des 1963 ermordeten amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy erinnern: „Frage nicht, was der Staat für Dich tun kann, sondern frage, was kann ich für den Staat tun?”. Wenn wir für „Staat” „Verein” setzen, dann sind wir auf dem richtigen Wege.
Unserer Gemeinschaft wünschte Dieter Bünning für die Zukunft alles Gute. Allen rief er zu: „Jungs, holt fast! – Stah op, wenn Du Gaardener büst!”
Michael Schimanski als neuer 1. Vorsitzender dankte für das Vertrauen und bat um Unterstützung.

Breiten Unmut gibt es über die angespannte Hallensituation in Gaarden, weil die Hallen immer wieder von Vereinen aus anderen Stadtteilen genutzt werden. Dadurch werden die Gaardener Vereine an den Rand gedrängt. Zurzeit belegt TuS Gaarden z.B. gerade 1,5 Stunden (pro Woche) in der Hein-Dahlinger-Halle. Die Vergabe der Hallen für Turniere am Wochenende wirft auch Fragen auf.

Um 21:48 Uhr konnte Klaus-Peter Straub eine wegweisende Mitgliederversammlung schließen.

Dieter Bünning
 

Varos Petrosian in Aktion
Varos Petrosian (blaues Trikot) in Aktion.

Ringen:
Ein Norddeutscher Meister und ein Vizemeister von TuS Gaarden

25.02. 2017 – Norddeutsche Einzelmeisterschaften (Griechisch-Röm. und Freistil)
Karen Margaryan wird Norddeutscher Meister (Jugend), Varos Petrosian erkämpft die Silbermedaille.

 

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32. Gaardener Grünkohlessen

17.02.2017
Beim 32. Gaardener Grünkohlessen – mitten in der Karnevalszeit –, dem „Kommunalgipfel”, wie Staatssekretär Ralph Müller-Beck vor einigen Jahren schon die interessante Wortschöpfung ins Spiel brachte – konnte Vorsitzender Dieter Bünning wieder eine neue Höchstzahl von Gästen begrüßen.
Das ist natürlich einer besonderen Situation geschuldet, die sich langsam zur Tradition entwickelt: Seit 2005 ist es jetzt das achte Mal, dass wenige Wochen nach dem Grünkohlessen eine Wahl stattfindet; diesmal ist es die Landtagswahl. Nur 2006 und 2007 hatten wir eine Pause, dann 2010 sowie 2015 und 2016.
Verspäteten Meldungen und Wünschen, zusätzlich jemanden mitzubringen, mussten wir aus Kapazitätsgründen leider absagen. Allen Betroffenen sei für ihr Verständnis gedankt.

Gruenkohlessen Saal, © Martin Geist
Blick in den vollen Saal: Dieter Bünning bei der Begrüßung.

Wir konnten begrüßen:
Aus der Politik:
  • Den stellvertretenden Landtagspräsidenten Bernd Heinemann (SPD-Landtagsfraktion); er ist auch TuS-Vereinsmitglied,
  • aus dem Innenministerium Staatssekretär Ralph Müller-Beck,
  • aus der SPD-Ratsfraktion den direkt gewählten Gaardener Ratsherrn Wolfgang Schulz und Torsten Stagars als Sportpolitischen Sprecher,
  • den Vorsitzenden der CDU-Ratsfraktion, Stefan Kruber,
  • weiter von der CDU Floriana Igrishta, die Landtagskandidatin der CDU für den Wahlkreis Kiel-Ost,
  • Marcel Schmidt als Fraktionsvorsitzenden und Susanne Swoboda als stellv. Fraktionsvorsitzende der SSW-Ratsfraktion,
  • Wilfried Voigt, Staatssekretär a.D., als Vertreter von Bündnis90/Die Grünen,
  • die Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion, Christina Musculus-Stahnke, mit Christian Ziesmann aus dem Ausschuss für Schule und Sport,
  • aus dem Ortsbeirat Gaarden den Vorsitzenden Bruno Levtzow, für den dies als Ur-Gaardener hier ein Pflichttermin ist.
Weiter aus dem Ortsbeirat:
  • Heinz-Rudolf Jungnickel aus der SPD-Fraktion,
  • Fedor Mrozek und Roger Lüdtke für die CDU-Fraktion,
  • Edina Dickhoff und Gigi Ernst-Brettschneider aus der Fraktion Bündnis90/Die Grünen,
  • Andreas Heinrich von den Piraten,
  • letztendlich noch Moritz Koitka vom SPD-Ortsverein Gaarden.
Aus der Verwaltung:
  • Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer,
  • Gerwin Stöcken, der als Sozial- und Sportdezernent quasi für uns zuständig ist,
  • Martin Reinhart, Amtsleiter Amt für Wohnen und Grundsicherung,
  • Frank Festersen, Amtsleiter Bürger- und Ordnungsamt,
  • Ralf Hegedüs, Amtsleiter Amt für Sportförderung mit seinen Mitarbeitern Hanno Treuer und Thomas Görtz,
  • Christoph Adloff und Nico Sönnichsen aus dem Dezernat für Stadtentwicklung und Umwelt,
  • Kathrin Teichert, Büro des Oberbürgermeisters,
  • Petra Eylander, neue Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Kiel,
  • Karsten Böhmke, Geschäftsführer des Jobcenter Kiel.
Die Presse:
  • Martin Geist von den Kieler Nachrichten,
Ostufer-Schulen und andere Bildungseinrichtungen:
  • Gerd Kleine-Bley, Rektor der Fröbelschule,
  • Jürgen Ströh, Direktor des RBZ Technik in Gaarden,
  • den neuen Direktor des Hans-Geiger-Gymnasiums, Jan Henning Steuer, erst seit gut zwei Wochen im Amt,
  • Christine Dressler, Lydia Hahn und Kirsten Knetsch von der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA),
Unter dem Motto „Gaarden bunt und vielfältig” die Kirche, Organisationen und Vereine:
  • Jan Dreckmann vom Paritätischen Wohlfahrtsverband,
  • Ragni Mahajan und Ulf Hagge, Pastorin und Pastor der Kirchengemeinde Gaarden,
  • Gesa Langfeldt, Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt,
  • Irene Sebens, Geschäftsführerin des Bürgerzentrums Räucherei,
  • Ulrike Pirwitz-Schwarz und Petra Tudor, Stadtteilgenossenschaft Gaarden eG.,
  • Angelika Volquartz, die sich neben dem Mehrgenerationenhaus auch beim Ronald-McDonald-Haus und bei der Aktion Mach MitTag engagiert,
  • Anna Neugebauer vom Büro Soziale Stadt,
  • Hans-Georg Malü, Willi-und-Magdalene-Naeve-Stiftung Kronshagen,
  • Christian Leonhardt, Vorsitzender des Fördervereins Gaarden,
  • Ulrike Borns vom Kieler Jugendhilfeverbund KJHV,
  • Walter Ehlert, Gaardener Chronist,
  • Martina Kliemann, Koordinatorin für den Sport- & Begegnungspark Gaarden,
  • Sebastian Rehbach, Stadtmission Kiel gGmbH,
  • Rudolf Rucks, Vorsitzender des Vereins der Kieler Aquariumfreunde,
  • Gerd Hausotto, Offener Kanal Kiel.
Künstler und Kunstgewerbetreibende:
  • Astrid Großgasteiner, neue Leiterin des Werftparktheaters, mit ihrem Technischen Leiter Peter Slezak,
  • Martina Riese und Thomas Hamann vom Lore & Lay-Theater, das bisher im Wasserturm auf dem Ravensberg seine Spielstätte hatte und in der Hörn auf der Gaardener Seite ein Theaterschiff installieren möchte,
  • Sabine Leonhardt vom Restaurierungszentrum Kiel,
  • Dirk Hoffmeister vom Atelier K34,
  • Rainer Pasternak, seines Zeichens Kulturreferent der Landeshauptstadt Kiel, also quasi ein beamteter Künstler.
Geldinstitute und Versicherungen:
  • Uta Fuhrhop, Michael Kluth, Reiner Sedat und Jörg Willms von der Fördesparkasse Kiel,
  • „Unser” Versicherungsbetreuer Lutz Puhlmann von der Provinzial.
Wirtschaft, Handel und Gewerbe:
  • Den Hauptgeschäftsführer der IHK zu Kiel, Jörg Orlemann,
  • Hanne Löfgen, Hotel Runge, auch Vorstandsmitglied im Förderverein Gaarden,
  • Monika Tyzak von der KIV-Kiel Hausverwaltung,
  • Rolf Jürgensen, Fa. Fr. Jürgensen & Söhne,
  • Lars Meschkat, Bezirksschornsteinfegermeister,
  • Klaus Meschkat, Bezirksschornsteinfegermeister a.D.,
  • Ralf Riebes, Fa. Camps Hausgeräte TV Elektro GmbH und Alte Gaardener Gilde,
  • Jasmin Tarhouni vom Wirtschaftsbüro Gaarden,
  • Jakob und Jochen Kümmerle von der Gaardener Apotheke,
  • Erol Bal, Photo Bal,
  • Jürgen Haberl, Hausverwaltung Jürgen Haberl,
  • Werner Kässens, Geschäftsführer der Kieler Wirtschafts-und Strukturentwicklungsgesellschaft,
  • Wolf-Dieter Klinck, Klinck & Co. Hausverwaltungen,
  • Martin Ludwig, Physiotherapie am Vinetaplatz,
  • Wolfgang Strunk, Bestattungsinstitut August Strunk.
Private Sponsoren, die uns unterstützen:
  • Roswitha Furche, Elisabeth Graebner, Dieter Adomeit, Fabian Frühling, Jan Kippri, Peter Herrmann und Ulf Weidemeier,
  • Jochen „Pieper” Petersen,
  • Herr Schiefelbein, VW Wolfsburg.
Es bleibt noch der Sport:
  • Heinz Jacobsen, Vizepräsident des Landessportverbandes Schleswig-Holstein,
  • den 1. Vorsitzenden Günter Schöning, die 2. Vorsitzende Martina Bach und Kassenwart Bernd Lensch vom Sportverband Kiel,
  • Cevat Güngör und Berkant Özel von Intertürkspor Kiel (2. Vorsitzende),
  • Ulrich Paproth, SV Friedrichsort, Sprecher des Vorstandes,
  • Holger Schwarzenberg, TuS Holtenau e.V., 1. Vorsitzender,
  • von der Alten Gaardener Gilde von 1738 e.V den 2. Vorsitzenden Andreas Schlömer und Pressewart Jochen Schulz,
  • last but not least Vorstandsmitglieder, Ehrenmitglieder, Abteilungsleiter und verdiente Mitarbeiter und Mitglieder der TuS Gaarden, insbesondere unseren 2. Vorsitzenden Klaus-Peter Straub, Obersport- und -spielwart Michael Schimanski, Vereinsjugendwart Michael Voß, Schriftwartin Angelika Bordt, Beisitzer Kurt Jürgensen und den Integrationsbeauftragten des Vereins und des Deutschen Olympischen Sportbundes, Georges Papaspyratos,
  • und als Special Guest Lothar Abend, unseren Profi-Europameister 1972 im Superfedergewicht.
 © Martin Geist
Bewährungsprobe für unsere neue Wirtin Sylvia Hildebrandt: So sieht eine Gaardener Grünkohlplatte aus.
Wir sehen, dass sich wieder eine illustre Runde versammelt hatte. Besonders erfreulich für uns als Veranstalter, dass die Landeshauptstadt Kiel mit ihrer Spitze vertreten ist: Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer. Das ist schon bemerkenswert und zeigt noch einmal die Berechtigung des Titels „Kommunalgipfel”.

Andererseits bedaure ich das wiederholte Fehlen einiger Gäste, z.B. der Jüdischen Gemeinde, der Türkischen Gemeinde Schleswig-Holstein, unseres Nachbarvereins SV Makkabi, des Migrantenforums der Stadt Kiel, aber auch der Kieler Volksbank.
Das war leider im vegangenen Jahr auch schon der Fall. Ich will nicht hoffen, dass damit ein Zeichen gesetzt werden soll. Denn auch die Volksbank hat uns in der Vergangenheit immer sehr unterstützt. Oder will sie sich nur noch auf den THW konzentrieren? Das gibt mir doch zu denken.

Und ich möchte dazu ein Wort in Erinnerung rufen, das der frühere Stadtpräsident Rainer Tschorn hier prägte: „Wer nicht dabei ist, gehört irgendwie nicht dazu”. Vielleicht muss man das etwas aufbohren und genauer fassen: „Wer nicht absagt oder trotz Zusage fehlt, gehört irgendwie auch nicht dazu.&rdqzu; Letzteres ist nämlich besonders ärgerlich im Hinblick auf die schon oben erwähnten Absagen, die wir erteilen mussten. Kurzfristige Absagen aus Krankheitsgründen kommen natürlich immer vor, damit muss man rechnen.

Auch für 2017 hatten wir wieder das bewährte Motto gewählt: „Sport – Wirtschaft – Politik in Gaarden”.
Nach der Vorstellung der Gäste griff Dieter Bünning wieder einige Vorkommnisse und Entwicklungen in Gaarden an, zunächst mit einer Bemerkung über die Darstellungen Gaardens in Film und Literatur, gar nicht in der aktuellen Berichterstattung.
Es geht um den Kiel-Tatort, der hier in Gaarden spielte (Borowski und die Kinder von Gaarden), und den Kiel-Krimi von Hannes Nygaard mit dem Titel „Stadt in Flammen”, der auch in Gaarden spielt. Wir wollen nicht hoffen, dass sich das Szenario, das dort in beiden Fällen entworfen wurde, hier je einstellt. Diese Art Berichterstattung ist eine Ohrfeige für alle, die sich um ein besseres Image des Stadtteils und ein gutes Zusammenleben bemühen, wie es eigentlich hier ja auch praktiziert wird. Und sie wirkt kontraproduktiv.

Jetzt müsste noch erreicht werden, dass Studenten vermehrt aufs Ostufer und nach Gaarden ziehen. Das kann dem Stadtteil nur gut tun. Da sind die Stadtteilrundgänge mit Jungstudenten durch Gaarden sicher eine gute Hilfe. Allerdings wird auch immer gleich das Schlagwort „Gentrifizierung&rdqzu;, die viele ja ablehnen, als Totschlagargument eingeworfen. Gentrifizierung ist ja nicht per se schlecht, sondern auch ein Zeichen von Dynamik. Das ist doch positiv zu sehen und nicht von vornherein pauschal abzulehnen. Wer dagegen ist, den frage ich: Wollen Sie Gaarden zum „Verlierer-Ghetto” machen? Dann sollte man das aber auch klar sagen und nicht um den heißen Brei herumreden.

Andere Gaardener Themen, die allerdings alles andere als neu sind, hatte ich nur noch kurz angerissen.
  • Der unmögliche Zustand der Gaardener Brücke mit dem Fahrstuhl,
  • Müllhaufen aus Sperrmüll und Plastiktüten mit Hausmüll. Das geht nicht, da muss man die Leute ans Portepee fassen. Wollen sie wirklich in so einem Umfeld leben? Das ist allerdings kein rein Gaardener Problem, aber hier besonders augenfällig.
  • Als weiteres Problem wurde seitens der Stadt das Radfahren in Gaarden identifiziert. Das ist hier ja nicht einfach. Die meisten Straßen haben noch Kopfsteinpflaster, was dem Radfahren nicht unbedingt zuträglich und förderlich ist. Folge: Man fährt auf dem Bürgersteig. Das heißt aber, dass die armen Fußgänger von zwei Seiten in die Kniep genommen werden: Erstens vom Autofahrer, der ungeniert auf dem Bürgersteig parkt oder die abgesenkten Ecken zuparkt, gerne auch Vorrechte beim Abbiegen nicht beachtet, und zweitens vom Radfahrer, der links und rechts die Fußgänger durch rasantes Überholen verschreckt. Auch das ist allerdings kein spezielles Gaardener Problem. In anderer Sache hatte ich mich mal an den Fahrradbeauftragten der Stadt gewandt, aber nicht einmal eine Antwort bekommen. Und deshalb fordere ich für die schwächsten Verkehrsteilnehmer einen Fußgängerbeauftragten, der sich deren Sorgen annimmt.
Es gibt aber auch positive Aspekte:
  • Herausragend zum Beispiel die Übertragungen der Open-Air-Opernaufführungen. Die Public Viewing-Veranstaltungen der letzten Jahre auf dem Vinetaplatz waren alle ein voller Erfolg, ein echtes Highlight. Es begann mit 800 Besuchern und steigerte sich auf über 1.400 Gäste, ein schönes Ambiente, weiße Tischdecken, Weinausschank, das hatte was. Das zeigt doch, dass auch in Gaarden ein entsprechendes Publikum vorhanden ist und etwas auf die Beine gestellt werden kann. Ich hoffe, dass wir auch 2017 wieder eine Übertragung zum Vinetaplatz erleben, diesmal „Turandot”. Die Gaardener Bevölkerung hätte es verdient.
  • Und es tut sich was in der Szene: Bekanntlich möchte das Lore & Lay-Theater, das bisher im Wasserturm auf dem Ravensberg seine Spielstätte hatte, in der Hörn auf der Gaardener Seite ein Theaterschiff installieren. Da gibt es zwar noch ein paar Probleme, aber sie sollten sich baldigst lösen lassen. Die Kulturszene in Gaarden wird also gestärkt. Und es ist so schäbig, was es im Internet an Kommentaren gab bezüglich der Lage ausgerechnet in Gaarden. Wer so etwas absondert, sollte sich schämen. Martina Riese und das Lore & Lay-Theater sind Gaarden herzlich willkommen.
  • Walter Ehlert hat gerade ein Buch über die Gaardener Geschäftswelt herausgebracht. Das Buch ist ein so großer Erfolg geworden, dass es innerhalb kürzester Zeit vergriffen war und nun schon in zweiter Auflage erscheint. Dieses positive Erscheinungsbild Gaardens wünsche ich mir öfter.
  • Anerkennung finden auch die Graffiti-Aktionen, mit denen Häuserfronten verschönert werden und die hoffentlich auf Dauer dafür sorgen, dass wildes Graffiti-Geschmiere unterbleibt. Auch wir haben die Rückfront unseres Vereinsheimes bearbeiten lassen. Und da kommt Kulturreferent Pasternak ins Spiel: Er hat die finanzielle Belastung für unseren Verein durch einen großzügigen Zuschuss abgemildert. Dafür herzlichen Dank.
Aber die bekannten Probleme bleiben. Ein wenig hatte ich sie ja auch schon angesprochen. Fakt ist aber, und das kann man nicht oft genug wiederholen: Es fließt eine Menge Geld nach Gaarden, aus Brüssel, aus Berlin, vom Land und von der Stadt. Stichwort: „Soziale Stadt”. Das erkennen wir dankbar an. Der auf Gaardener Gebiet fertiggestellte Sport- und Begegnungspark kann sich wirklich sehen lassen. Jetzt ist die Dockshöhe dran, aber das ist ja Ellerbeker Grund. Sorgen bereitet mir der Zustand des Coventryplatzes. Für uns als TuS Gaarden wird das unsere Kaiserliche Werft bleiben.

Aber es ist wohl eine gute Lösung gefunden worden, gemeinsam mit Grünflächenamt und Amt für Sportförderung. Das war denn auch der richtige Augenblick, sich bei allen Ämtern, mit denen wir zu tun haben, für die gute Zusammenarbeit zu bedanken. Alle haben ein offenes Ohr für unsere Belange, und wenn es irgend möglich ist, wird geholfen.

Ein weiterer Dank gilt Privatleuten und Gaardener Firmen, die uns trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten noch immer sehr gut unterstützen.

Bevor Landtagsvizepräsident Bernd Heinemann zu seinem Grußwort kam, wollte ich allerdings noch etwas Positives über Gaarden sagen, wobei ich mich gerne wiederhole. Wenn man das Hörn-Gelände am Abend bei Sonnenschein sieht und man auf der Gaardener Seite auf der Bank sitzt, dann wird deutlich, dass die Sonnenseite Kiels auf dem Ostufer liegt. Viele haben das nur noch nicht gemerkt. Diese Chance muss die Stadt nutzen. Die Seebar in der Badeanstalt Düsternbrook am Hindenburgufer beklagt sich über Verschattungen. Meine Antwort: Lassen Sie das Ostufer nicht links liegen! Dort scheint die Sonne.

Da passt es natürlich gut, dass in das Hörn-Gelände, die Hörn-City Gaarden, Bewegung gekommen ist und es nach Jahren des Stillstands vorangeht. Jetzt auch kleinere Bauträger mit ins Boot zu nehmen, ist wohl ein guter Weg. Auf jeden Fall werden dadurch hoffentlich weitere Allerweltsbauten wie die Schmidt-Bauten, die Germania-Arkaden oder das Telekom-Gebäude verhindert. Und man begibt sich nicht in die Abhängigkeit eines Großinvestors, der dann alles bestimmen will.
Bernd Heinemann © Martin Geist
Landtagsvizepräsident
Bernd Heinemann.

Als Ostufer-Landtagsabgeordneter schlug Bernd Heinemann den großen Bogen von der Fachhochschule in Neumühlen-Dietrichsdorf über Geomar in Wellingdorf zur Technischen Fakultät der Universität, die in Gaarden angesiedelt ist. Diese drei wissenschaftlichen Einrichtungen werden immer mehr Studenten anziehen, die dann hoffentlich auch hierher ziehen. Das muss durch den Bau von Studentenheimen unterstützt werden und das Leben auf dem Ostufer sicherlich zum Positiven verändern.

Bevor OB Ulf Kämpfer zu seinen Versprechen vom letzten Grünkohlessen kam, kündigte er eine großangelegte neue Initiative „Gaarden hoch zehn” an, mit der der Stadtteil über zehn Jahre durch nachhaltige Veränderungen vorangebracht werden soll. Als Pluspunkt konnte er die Zusage von Innenstaatssekretär Ralph Müller-Beck mitnehmen, diese Aktion mit Landesmitteln zu fördern.
Versprechen No. 1 war die Skaterbahn, die im Sport- und Begegnungspark kurz vor ihrer Vollendung steht. Bei Versprechen No. 2, der Gaardener Brücke, stockt es leider einige wenige Meter vor dem Ziel. So setzt er denn die Hoffnung auf die Sogwirkung, die sich durch die neue Entwicklung in der Hörn-City Gaarden ergibt und die auch auf das Postgelände jenseits der Werftstraße übergreifen wird.
Stefan Kruber © Martin Geist
Für die Ratsfraktionen sprach Stefan Kruber, Fraktions-Vorsitzender der CDU- Ratsfraktion.

Stefan Kruber, Fraktionsvorsitzender der CDU-Ratsfraktion, übernahm für den verhinderten Stadtpräsidenten Hans-Werner Tovar souverän den Part, für die Fraktionen im Rat zu sprechen. Sein Thema war die gute Integrationsarbeit im Stadtteil, zu der ja auch TuS Gaarden einen nicht geringen Teil beiträgt. Als Oppositionsführer konnte er sich natürlich einen Seitenhieb auf die Mehrheitsfraktionen nicht verkneifen, indem er sich darüber freute, dass neben dem Kleinen-Kiel-Kanal nicht auch noch ein „Karlstal-Kanal” geplant wird. Aber das sei ihm zugestanden.

Bruno Levtzow © Martin Geist
Ortsbeiratsvorsitzender
Bruno Levtzow.

Ortsbeiratsvorsitzender Bruno Levtzow ließ ordentlich Dampf ab: Gute Ideen, die in Gaarden geboren würden, werden entweder im Rathaus ignoriert oder auf die lange Bank geschoben, teilweise auch zuerst in anderen Stadtteilen übernommen und dort verwirklicht. Jüngstes Beispiel ist die schleppende Bearbeitung des Ortsbeiratsantrages auf Tempo 30 in der Helmholtzstraße. Außerdem legte er wieder einmal den Finger in die Wunde, dass die wenigsten der anwesenden Gäste in Gaarden beheimatet seien.
Jochen „Pieper” Petersen mischte die Runde mit seiner plattdeutschen Rede auf, in der er inständig darum bat, diesen Stadtteil mit seinen Problemen nicht allein zu lassen. Und charmant hatte er für die Damen in unserer Runde Rosen mitgebracht, die nun verteilt wurden.

Anstelle eines Schlusswortes glänzte Hanne Löfgen mit einer Gesangseinlage, für die sie viel Beifall einheimste. So waren wieder interessante Gespräche zustande gekommen. Wesentlich später als sonst konnte Dieter Bünning den offiziellen Teil des Abends beenden. Das bedeutete natürlich nicht, dass der Saal sich sofort leerte. Es bildeten sich mehrere Gesprächsrunden, in denen das eine oder andere Thema noch weiter diskutiert wurde.
 

Dieter Bünning
Fotos: Martin Geist
 

Neuer Defibrillator für die TUS Gaarden

Februar 2017
Defibrillator
Christian Schmidt vom Malteser-Hilfsdienst Neumünster überreichte den Defibrillator im Beisein der Sponsoren in der Sportgaststätte Baukampfbahn. (Foto: Martin Geist)
Jährlich sterben in Deutschland mehr als 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod, somit also über 12 mal mehr als im Strassenverkehr!
Unser Sportheim ist ein Ort, an dem viele Menschen aller Altersstufen zusammenkommen. Bei einem HerzprobIem kommt es auf jede Sekunde an. Im Fall des Falles ist es also wichtig, dass man sofort helfen kann.
Bisher hatten wir hier keine Möglichkeit. Da traf es sich gut, dass die Firma ToMa auf uns zukam und uns anbot, ein hochwertiges Herzwiederbelebungsgerät (Defibrillator) der Firma Philips, das speziell für den medizinischen Laien entwickelt wurde, anzuschaffen und auch regelmäßig zu warten.
Die Finanzierung wurde über die Vermarktung von Anzeigenplätzen in zwei Schaukästen sichergestellt. Die Finanzierung wurde hauptsächlich durch das Engagement von Ostufer-Geschäftsleuten gesichert. Und dafür geht unser allerherzlichster Dank an:

  • Nicole Aulich, Werftapotheke, Elisabethstraße 32-34, 24143 Kiel-Gaarden
  • Ester Berlin, BW Pflegezentrum Kiel, Elisabethstraße 66a, 24143 Kiel-Gaarden
  • Sükran Dursun Salon Filiz, Elisabethstraße 27, 24143 Kiel-Gaarden
  • Birgül Karabulut, ELELE-Hand in Hand zurück ins Leben, Gablenzstraße 9, 24114 Kiel
  • Jakob und Jochen Kümmerle, Gaardener Apotheke, Karlstal 33, 24143 Kiel-Gaarden
  • Martin Ludwig, Physiotherapie am Vinetaplatz, Elisabethstraße 66, 24143 Kiel-Gaarden
  • Michael Ratjen, Bäckerei Ratjen, Iltisstraße 7, 24143 Kiel-Gaarden
  • Erhard Sayk und Martin Hünermann, Zahnärzte, Kaiserstraße 37, 24143 Kiel-Gaarden
  • Engin Tas, Juwelier, Elisabethstraße 27, 24143 Kiel-Gaarden
  • Monika Tyzak, KIV Immobilienverwaltung, Greifstraße 7, 24143 Kiel-Gaarden
  • Claudia Weith, Hotel am Segelhafen, Schönberger Straße 32-34, 24148 Kiel
  • Gunter Zerbe, Physiotherapie am Ostufer, Elisabethstraße 61, 24143 Kiel-Gaarden
Wir als kleiner Verein stehen immer im Schatten des großen THW Kiel und von Holstein Kiel, vielleicht noch der Baltic Hurricanes, die hier die Sponsoren und Werbemöglichkeiten abgreifen. Da bleibt für die kleinen Vereine nicht mehr viel. Umso dankbarer sind wir, dass wir in dieser Weise unterstützt werden.
Nach einem Glas Sekt erklärte Christian Schmidt vom Malteser Hilfsdienst, wie der Defibrillator funktioniert. Es ist schon beeindruckend, wie das Gerät arbeitet und je nach Situation selbstsprechende Anweisungen erteilt. Und das ist der große Vorteil: Jeder kann es bedienen. Es bleibt zu hoffen, dass es wie der Sicherheitsgurt im Auto zwar da ist, aber nie benötigt wird.

Dieter Bünning

Pächterwechsel in der Sportgaststätte TuS Gaarden

Januar 2017
Pächterwechsel
Der 1. Vorsitzende Dieter Bünning mit neuer Chefin Sylvia und alter Chefin Karin (v.li.).
Im Sommer 2016 feierten wir noch die 10-jährige Zusammenarbeit mit unserer Pächterin Karin Trede. Aber da war schon klar, dass sie den Betrieb zum Jahreswechsel 2016/17 in jüngere Hände geben würde. Der Verein hatte sich schon damals für ihre Tochter Sylvia als Nachfolgerin für die Sportgaststätte TuS Gaarden entschieden.

Am 1. Januar 2017 war es nun wirklich so weit. So richtig glauben konnte man es noch nicht. Zur offiziellen Übergabe hatten Karin, Sylvia und der Vorstand zu einer kleinen Feier geladen. Eingeleitet wurde sie von Calin & Hendrik, die zur Einstimmung einige Gitarrenstücke spielten; man beachte: Ohne technische Aufrüstung.
Dann begrüßte der 1. Vorsitzende Dieter Bünning die Gäste. So ein Wechsel ist immer auch ein Anlass für ein Dankeschön und für einen kleinen Rückblick. Der Dank geht zunächst mal an Silvia Hötzsch, und zwar dafür, dass sie sich mit einer Partnerin um dieses Heim beworben hatte. Aber wir haben uns anders entschieden.
Zehn Jahre sind ja eine lange Zeit als Pächterin. Bisher hatten wir das noch nicht erreicht: Dass wir 2006 Karin Trede als Pächterin gewinnen konnten, die als "alte" Gaardenerin, die hier auch ihren Lebensmittelpunkt hat, die Wünsche und Bedürfnisse "ihrer" Gaardener kennt, hat sich als wahrer Glücksgriff erwiesen, denn sie schaffte es, das Vereinsheim nach turbulenten Zeiten wieder in ruhiges Fahrwasser zurückzubringen. Man kann sich hier wohlfühlen. Dafür sagen wir: Danke.

 

Calin & Hendrik
Calin & Hendrik an der Gitarre.
Die Sportgaststätte auf der Baukampfbahn ist Mittelpunkt der TuS Gaarden, aber auch andere Vereine und Gruppen nutzen regelmäßig die Räumlichkeiten, so dass man sagen kann, das Heim hat sich gerade in Karins Ägide zu einem Mittelpunkt Gaardens entwickelt, zumal ja auch immer mehr Gaststätten in den letzten Jahren weggefallen sind. Die Alte Gaardener Gilde von 1738 hat vor 17 Jahren sogar ihren Gildeplatz hierher verlegt und feiert seitdem hier alljährlich ihr traditionelles Gildefest.
Seit Sommer 2015 ist unsere Sportgaststätte auch SKY-Stützpunkt und wird zur Fußball-Bundesliga und zur Handball-Championsleague gerne aufgesucht. Bei preiswerten Speisen und Getränken lassen sich die Spiele ganz entspannt verfolgen. Unseres Wissens sind wir sogar der einzige SKY-Stützpunkt in Gaarden.

Die zehn Jahre mit ihr und ihrem Team sind eine Erfolgsgeschichte, die allerdings auch mit viel Arbeit verbunden ist, die man als Außenstehender meist gar nicht mitbekommt. Es ist ja nicht mit sechs oder sieben Stunden Öffnungszeit allein getan. Wie schwer sich Vereinsheime manchmal tun, konnte jeder sehen, der in den letzten Monaten aufmerksam die Zeitung gelesen hatte. Wie viele Vereine suchten neue Pächter, und einige innerhalb kürzester Zeit sogar mehrmals.

Jetzt kommt es darauf an, dass auch die Mitglieder unseres Vereins dieses Heim wieder stärker als ihr Heim ansehen und nicht ihr eigenes Süppchen kochen. Das geht nicht, und das werden wir auch nicht zulassen.
Für Karin haben wir den Wunsch, dass gesundheitlich wieder alles in die Reihe kommt, damit sie ihren "Unruhestand" genießen kann. Mit bewegenden Worten verabschiedete sie sich von ihren Gästen. Wir können uns aber gar nicht vorstellen, dass sie "spurlos" ihren Platz verlässt. Sie muss sich nur daran gewöhnen, dass sie nun nicht mehr Chefin ist …

Sylvia Hildebrandt wünschen wir einen guten Start und viel Glück für ihren neuen Wirkungskreis an alter Stelle, aber in anderer Position, und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit zum Wohle des Stadtteils und des Vereins. Anders kann ein Sportheim gar nicht funktionieren, denn es ist doch ein Unterschied, ob ich eine Gaststätte in irgendeinem Haus gepachtet habe oder eben ein Sportheim: Hier ist immer auch der Verein im Fokus.

Dieter Bünning
(Fotos: Martin Geist)

Neues Buch: Gaarden, wie es früher mal war

von Walter Ehlert
Der Hobby-Historiker Walter Ehlert hat ein Buch mit Geschichten über den Ostufer-Stadtteil geschrieben. Es ist im Herbst erschienen und in den Kieler Buchhandlungen und im Stadtarchiv zu erhalten.

Gaardener Handel und Wandel in Geschichte und Geschichten: Streifzüge durch die Geschäftswelt auf dem Kieler Ostufer (Sonderveröffentlichung der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte), gebundene Ausgabe - 1. Oktober 2016, Preis €14,95.

Aufgrund eigener Kindheitserinnerungen und umfangreicher Recherche im Stadtarchiv und bei Nachkommen der damaligen Geschäftsinhaber, wobei ihm auch zahlreiche Fotos und Dokumente zur Verfügung gestellt wurden, ist ein umfangreiches Werk über das Gaardener Geschäftsleben von etwa 1900 bis zur Jahrtausendwende entstanden.

Eine bunte Gesellschaft prägte die Geschäftswelt des 20. Jahrhunderts: Kaufleute, Drogisten, Friseure, Gastwirte und viele andere Kleinunternehmer versorgten diesen typischen Arbeiterstadtteil. Der Umbruch kam mit der Niederlassung auswärtiger Supermärkte und Handelsketten. Viele inzwischen alt gewordene Einzelhändler gaben auf, aber neue kamen hinzu und behaupten sich mit speziellen Angeboten. Ehlert hat viele Unternehmer, deren Familien und Angestellte befragt und zeichnet akribisch und mit Anteilnahme ihren Lebensweg nach. Zahlreiche Abbildungen gewähren einen nostalgischen Einblick in eine gar nicht so weit zurückliegende Zeit. Das Ergebnis ist ein Lesebuch, ein Geschichtsbuch, ein Bilderbuch des alten Kiel-Gaarden.

Das Textilkaufhaus Stahl & Stiller, das Möbelhaus August Strunk, Betten-Mohr, Hut-Schmidt, Eis-Tempel, Heimtextilien Jürgen Hoffmeister, die Friseure Diesenberg und Pascoletti, die Radio-Geschäfte Böttcher und Westphal, der Lebensmittelgeschäfte von Dora Stamp und Heinz Grunge, die Bäckereien Raeth und Ratjen, die Milchgeschäfte Pautke und Christen, die Schlachtereien Rath und Möbitz, die Schreibwarengeschäfte von Volbehr oder Bentz, die Probierstube Minsel, die Drogerien Harder, Friedrichsen und Maurmann, Räucherei Mahrt, um nur einige zu nennen, alles Namen von Geschäften, die längst Gaardener Geschichte sind, die aber hier wieder auflebt. Am Anfang stand das 30. Jubiläum der Gaststätte „Bambule” (vormals „Iltishalle”), für das die Geschichte des Hauses Iltisstraße 49, in dem Ehlert geboren wurde und aufwuchs, aufgeschrieben werden sollte.

Für "alte" Gaardener werden Erinnerungen wach, haben doch all diese Geschäftsinhaber die Gaardener Vereine weitgehend unterstützt. Man braucht ja nur die alten Vereinszeitungen des TSV Gaarden oder der FSV Borussia oder die Gildehefte der Alten Gaardener Gilde durchzublättern. Dann fällt man über all die Inserate dieser Geschäfte. Es verstand sich von selbst, dass diese Geschäftsleute auch Mitglied in den Vereinen waren. Wenn man dieses Buch in Händen hält, wird einem richtig bewusst, wie Gaarden sich vor allem in den letzten 30 Jahren verändert hat zum Vielvölker-Stadtteil und auch zu einem Stadtteil mit zu wenig Arbeit und entsprechenden sozialen Problemen. Kurz und bündig: Dieses Buch ist für jeden Gaardener und jeden, der Gaarden liebt, ein Muss.

Dieter Bünning