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Eine Fußballchronik

Fußball im TSV Gaarden – eine Chronik

Von 1915 bis 1972

Er rollt und rollt – noch immer ist Fußball die Sportart, die die meisten Fans in die Stadien lockt.
Im Jahre 1885 wurde der erste Fußballclub in Deutschland gegründet. Besinnen wir uns auf die Fußballgeschichte unseres Vereins und unseres Stadtteils...

Erst 1915 wurde im Gaardener Turnverein (GTV) eine Fußballabteilung gegründet, die es bald zu einer ansehnlichen Spielstärke brachte. 1920 schloss der GTV sich mit der Gaarden-Ellerbeker Turnerschaft zum TSV Kiel-Gaarden, gegr. 1875, zusammen.

Doch schon 1923 führte die sogenannte reinliche Scheidung, ein Kampf zwischen den Sportfachverbänden und der Deutschen Turnerschaft, zur Trennung von Turnen und Sport. Es kam zur Abspaltung der Fußballabteilung und der Handballabteilung und zur Gründung des Gaardener Ballspielvereins (GBV), der 10 Jahre lang bis 1933 eine erfolgreiche Arbeit geleistet hat. 1934 schlossen sich die Fußballer wieder dem Stammverein TSV an, während die Handballer zu Borussia gingen.

Namen wie „Holsteinischer Hof”, Augustenhof mit „Stenders Gute Stube” oder Hermann Vespermann, August Olsson, Karl Siebel, Henry Thiele, Richard Fabian, Karl Ganzenmüller usw. stehen in unserer Erinnerung auf. Es ist unmöglich, sich all der Sportfreunde zu erinnern.

Der TSV gehörte jetzt wieder mit zu den führenden Vereinen Kiels, denn schon 1935 gelang der Aufstieg in die Bezirksliga, in der Vereine wie Comet, Phönix Lübeck, Gut Heil Neumünster oder auch Borussia spielten.
Unsere Mannschaft sprach immer ein gewichtiges Wort mit, und 1943, mitten im Krieg, stieg sie sogar in die Gauliga auf. Wenn hier lange um den Klassenerhalt gebangt werden musste, so spielten wir doch in der höchsten Spielklasse zusammen mit Holstein, Kilia, Borussia und VFB Kiel. Die Gauliga umfasste den Norden Deutschlands mit Schleswig Holstein, Hamburg und Mecklenburg.

Nach 1945 waren es besonders Karl Siebel, Walter Rubin, Rudolf Schilk und Ernst Nissen, die die Fußballsparte im TSV wieder auf die Beine stellten. Krisen und Rückschläge blieben nicht erspart.
Ein Höhepunkt der Ligamannschaft war 1950 die Erringung der Meisterschaft in der Bezirksliga. Erinnern wir uns noch an folgende Elf Heinrich Schütt, Walter Möws, Erich Augustin, Willi Delfs sen., „Hanner” Christen, Kurt Linke, Heinz Pohl, „Wacker” Walser, Werner Rodemerk, Herbert Buchallik, Rolf Kursawe, Jochen Krumlin und Ernst Funk.
Leider konnte der Aufstieg zur Landesliga nicht geschafft werden.

Im Jahre 1952 erlebte unsere 1. Mannschaft ihren Höhepunkt im Pokalwettbewerb. Wenn das Spiel gegen den Eckernförder SV nicht unglücklich mit 1:2 verloren gegangen wäre, hätte die Oberligaelf von Göttingen 05 zur Baukampfbahn kommen müssen.

In den folgenden Jahren spielte die Mannschaft mit mehr oder weniger Erfolg in der Bezirksliga und mal in der Kreisklasse. 1965/66 konsolidierte sich die Leistung, wozu das Nachrücken von guten Spielern aus der Jugendabteilung nicht unwesentlich beitrug.
Nach dem Wiederaufstieg in die Bezirksliga wurde die angestrebte neugebildete Verbandsliga zwar noch nicht erreicht, dies aber gelang dann im Jahre 1970. Auch in der neuen Umgebung spielte die Mannschaft sofort eine hervorragende Rolle und scheiterte 1971 nur am schlechteren Torverhältnis gegenüber DGF Flensburg. Aber schon 1972 gelang dann unter Trainer Franz Möck die, Meisterschaft.
Damit brachte der TSV den lang ersehnten Aufstieg in die Landesliga, der damals höchsten Amateurklasse des Landes, in die Fusion FSV Borussia/TSV Gaarden zur TuS Gaarden ein. Hier noch einmal das erfolgreiche Team um Trainer Franz Möck, die Betreuer Uwe Itrich und Jochen Paustian und Fußballobmann Norbert Mizgayski:
Max Einfeldt, Udo Löwenbrück, Karl-Heinz Schulz, Horst Knop, Günter Leptien, Gerd Bahr, Werner Menzel, Günter Einfeldt, Lothar Rath, Bert Tulowitzki, Jens-Uwe Peters, Uwe Potulny, Helmut Vosgerau und Hans-Günter Pinn.

Gaardener Ballspiel-Verein

Von 1923 bis 1933

Als Folge der Zersplitterung des sportlichen Geschehens brachte das Jahr 1923 die sogenannte reinliche Scheidung, die Trennung zwischen Turnen und Sport, ein Vorgang, für den man heute keinerlei Verständnis mehr aufbringen kann. Die Deutsche Turnerschaft verbot ihren Mannschaften, gegen Mannschaften des Deutschen Fußballbundes (DFB) zu spielen.
Das führte dazu, dass die Fußballer sich fast völlig vom TSV Gaarden lösten und den Gaardener Ballspielverein von 1923 (GBV) gründeten. Ein Teil der Fußballer spielte zwar weiter in den Runden der Deutschen Turnerschaft, kam leistungsmäßig aber bei weitem nicht an den GBV heran, der mit allen Rechten und Pflichten in die Rechte des TSV eingestiegen war und dadurch auch die gleiche Einreihung in die Spielklassen erreichte. Als Abteilungen sind uns Fußball, Handball, Leichtathletik, Schlagball, Turnen, Kegeln, Faustball, eine Gesangsabteilung und eine Tanzabteilung überliefert.

Schon 1924 hatte der Verein über 450 Mitglieder. Auch eine Vereinszeitung, in der oft kein Blatt vor den Mund genommen wurde, gab der Verein bald heraus.
In den 20er Jahren gab es fünf oder sechs Fußballvereine in Gaarden, die sich den Werftspielplatz – der als Rasenplatz oft gesperrt war –, den Kasernenhof – der wegen der Polizeischule oft nicht zur Verfügung stand – , und den legendären Gaußplatz – auf dem aber nicht kassiert werden konnte –, miteinander teilen mussten.
Borussia und GBV kämpften in der Bezirksliga, die fast ganz Schleswig-Holstein umfasste, um die Vorherrschaft auf dem Ostufer. Beide Vereine hatten nicht immer das beste Verhältnis zueinander; eine „Plakataffäre” hatte wohl hohe Wellen geschlagen und für Verstimmung gesorgt. Es fand über Jahre kein einziges Freundschaftsspiel statt, was sogar der Verband missbilligend registrierte.

Bekannte Mitglieder dieses Vereins waren Männer wie August Olsson, Otto Heesch, Willy Gramatzki, Kalli Benthin, Johannes Dargusch u. a., die später auch im TSV oder bei Borussia an führender Stelle tätig waren und sich bleibende Verdienste erwarben.

Die Nationalsozialisten begannen 1933 mit der „Neuordnung des deutschen Sports”, verboten die Arbeiterturnvereine und drängten Abspaltungen wie den GBV dazu, sich wieder dem Stammverein anzuschließen. So kamen die Fußballer, wenn auch nicht ganz freiwillig, wieder zum TSV, während die Handballer des GBV und der Männerabteilung I der Freien Turnerschaft an der Kieler Förde zu Borussia gingen.

TuS Gaarden von 1875 e.V.

Von 1972 bis heute

Der bezahlte Fußball machte es reinen Amateurvereinen immer schwieriger, gute Spieler zu halten. Seit etwa 1969 war in Gaarden mehrfach der Wunsch laut geworden, den TSV und Borussia zu einem neuen Großverein zu vereinigen. Insbesondere die Fußballabteilungen beider Vereine unter der Führung von Norbert Mizgayski und Werni Rahlf bzw. Alfred Wotschke und Henning Petersen setzten sich dafür ein.
Gefördert wurde dieser Gedanke dadurch, dass wegen der Renovierung von Blaschkeplatz und Baukampfbahn zunächst Borussia auf die Baukampfbahn und dann der TSV auf den Blaschkeplatz ausweichen musste. Der Vernunft gehorchend schlossen sich im Jahre 1972 die Vereine TSV und FSV Borussia zusammen.

Die TuS Gaarden war geboren. Wir mussten begreifen, dass es weder TSV noch Borussia mehr gab. Auch wenn die Integration heute abgeschlossen ist, das Herz eines Jeden, ob nun TSVer oder Borusse, schlägt noch immer für seinen alten Verein! Beide Vereine haben eine große Vergangenheit im Fußball unseres Stadtteils und darüber hinaus zu verzeichnen. Erfolge, die unvergessen bleiben.
Vorwärts aber muss unser Blick gerichtet sein – zum Wohle unseres Vereins, der TuS Gaarden.

Wir hatten 1972 also eine der stärksten Fußballabteilungen im Männer- wie auch im Jugendbereich in Kiel, eine Landesliga-, eine Verbandsliga-, eine Kreisliga-Mannschaft sowie drei Mannschaften in den unteren Kreisklassen.
Leider wurden einige Fehler gemacht, die zur Folge hatten, dass uns eine komplette Mannschaft an guten Spielern verließ. Dies war kein gutes Omen: Die 1. und 2. Mannschaft stiegen wieder ab!

Ein neuer Fußballausschuss unter der Leitung von Walter Becker stand in der Saison 1974/75 vor keiner leichten Aufgabe. Die Liga spielte in der Verbandsliga, die zweite und dritte Mannschaft stiegen aus der Bezirks- bzw. Kreisliga wieder ab. Somit war ein erster Rückschlag zu verzeichnen.
Der Damenfußball war auf dem Vormarsch. Es wurde eine Mannschaft gegründet, die klein anfing, sich mit den Jahren steigerte und von der Bezirksklasse in die Bezirksliga aufstieg.

Eine Mädchenmannschaft bildete später den Nachwuchs. über 15 Jahre konnte sich der Damenfußball behaupten. Später wurde die Mannschaft vom Spielbetrieb, bedingt durch Aufstellungssorgen, abgemeldet. Der erste Aufstieg nach der Fusion gelang 1975 der legendären 4. Mannschaft. Nach der Saison 1976/77 stieg die Liga aus der Bezirksliga ab. Man trennte sich von Trainer Lothar Kanieß. Neuer Trainer wurde Hans-Jürgen Lorke.
Der Absturz von der Landesliga in die Bezirksklasse stellte uns vor große Probleme. Ein Verein unserer Größenordnung hatte es nicht geschafft, sich in den oberen Amateurklassen zu behaupten!

Der Jugend eröffneten sich neue Interessen. Das Freizeitangebot erweiterte sich, die Jungs wendeten sich vom Fußball ab. Qualifizierte Fachkräfte fehlten. Höhepunkt war im August 1979 das Freundschaftsspiel der Liga gegen Holstein Kiel (2. Bundesliga) vor 1200 Zuschauern auf der Baukampfbahn. Im Holstein-Tor spielte noch unser späterer Nationaltorwart Andy Köpke! Für uns spielten: M. Künstler, W. Sonnenburg, R. Geisler, R. Bartsch, G. Leptien, M. Petersen, G. Muhs, B. Rekittke, P. Domke, R. Ratjen, G. Schöning, J. Ciemnyjewski, U. Klahn, B. Buttgereit, W. Schlüter, L. Rath, G. Schulz und E. Delfs. Trainer war Hans-Jürgen Lorke, Betreuer Norbert Mizgayski. Endergebnis: 0:8!

Die 2. Mannschaft spielte noch in der Kreisliga. Viele ehemalige Ligaspieler verstärkten die beiden Altherren-Mannschaften. Diese spielten über Jahre hinaus eine hervorragende Rolle in Kiel und Umkreis. Unzählige Turniersiege wurden erspielt. Auch heute noch spielt unsere 2. Mannschaft ganz oben mit!

Mit Ende der Serie 1980/81 hörte Trainer Hans-Jürgen Lorke auf. Olaf Hansen wurde Torschützenkönig mit 36 Toren! Ligabetreuer Norbert Mizgayski trat zurück. Auch einige ältere Spieler zogen sich zurück. Neuer Trainer wurde Jürgen Nimz, Betreuer Arno Henkel. Hinter dem Rendsburger TSV II belegten wir einen guten 2. Platz.
Unsere 1. Damen-Mannschaft spielte inzwischen auch noch erfolgreich. Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga und dem Abstieg 1983 gelang den Frauen 1984 der Sprung in die Bezirksliga. Es konnte sogar eine 2. Mannschaft gemeldet werden.

In dieser Zeit gelang es vielen Spielern aus unserem guten Nachwuchs, den Sprung in die Liga zu schaffen. Das Qualifikationsspiel um den Aufstieg in die Bezirksliga wurde leider vor 500 Zuschauern in Bordesholm gegen VfR Neumünster II unglücklich mit 1:2 verloren. Danach verließen uns viele gute Spieler, und die Folge war der Abstieg in die Kreisliga.

Unser legendärer Herbert Bartsch hörte nach fast vier Jahrzehnten als Jugend- und Fußballobmann auf. Herbert, Walter Becker sowie Henning Petersen, die leider nicht mehr unter uns sind, haben – wie auch andere – viel für unseren Fußballsport vollbracht.

Leider ging es immer mehr bergab. Der bezahlte Fußball spaltete viele Vereine. Wir hatten zwar noch fünf Herren-, zwei Damen- sowie zwei Altherren-Mannschaften, aber unsere Liga musste sogar den bitteren Weg bis hinunter in die A-Klasse gehen.

Torwart Es folgten schwere Jahre, bevor Mitte der Neunziger Jahre noch einmal der Aufstieg in die Bezirksklasse gelang. Nach einigen Jahren wiederum in der Kreisliga gelang dann in der Saison 1998/99, bedingt durch eine neue Klasseneinteilung, über die Kreismeisterschaft gleich der Sprung in die Bezirksliga. Nach schwachem Start spielte die Mannschaft sich durch eine überzeugende Siegesserie auch hier in die Spitzengruppe und überwinterte zum Jahrtausendwechsel sogar als Tabellenführer. Späterer Meister wurde zwar in überlegener Manier die Elf von FT Eider Büdelsdorf, aber wir schafften als Tabellenzweiter den Durchmarsch in die Bezirksoberliga. Hoffen wir, dass diese Klasse zusammen mit unseren zwei Herren- und zwei Altherren-Mannschaften gehalten werden kann.
Die vielen Kieler und sogar Ostuferderbies bieten interessante Paarungen, und so können wir uns über steigende Zuschauerzahlen freuen, die die Zahlen mancher Verbandsliga- oder sogar Amateuroberligabegegnung weit in den Schatten stellen. Wir fühlen uns jedenfalls in dieser Klasse sehr wohl.

Viele schöne Jahre haben den Fußball in Gaarden geprägt. Generationen von Fußballspielern sind durch unsere Vereine gelaufen. Ein Dank gilt allen: den Vorständen, Trainern, Spielern und Betreuern sowie den unzähligen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die hierzu beigetragen haben, an welcher Stelle auch immer.

Möge es den heute Verantwortlichen gelingen, zusammen mit ihrem Mitarbeiterstab, den Fußballsport in Gaarden am „Leben” zu erhalten.

Zur Geschichte des Blaschkeplatzes

Der Gaardener Werftpark (jetziger offizieller Name: Volkspark) wurde in den Jahren 1893 bis 1899 als Wohlfahrtseinrichtung vom Wohlfahrtsverein für die Arbeiter der Kaiserlichen Werft angelegt. Dabei entstand an der Südwestseite auch der „Platz für Jugendspiele”.
Nach dem 1. Weltkrieg verlor der Park seine ursprüngliche Funktion und wurde immer schlechter gepflegt, so dass die Stadt Kiel ihn im Jahre 1921 vom Wohlfahrtsverein kaufte, um die Grünanlage langfristig für die Bewohner des Ostufers zu sichern. Der damalige Stadtbaurat Dr.-Ing. Willy Hahn gestaltete den Werftpark in den folgenden Jahren völlig um.
Der Jugendspielplatz erhielt Traversen, eine Laufbahn und Wasch- und Umkleideräume, so dass in Zusammenhang mit der angrenzenden Turnhalle des TSV Gaarden in der Norddeutschen Straße/Kaiserstraße (heute Johannsenweg) ein ideales Sportgelände entstanden war, das die Gaardener Sportvereine FV Borussia, Gaardener Ballspielverein und TSV Gaarden eifrig nutzten.

Hieß der Platz zunächst Werftspielplatz, erhielt er im Jahre 1928 anlässlich des 25jährigen Bestehens des Verbandes Kieler Ballspielvereine den Namen Blaschkeplatz. Damit wurde der Fußballpionier Georg P. Blaschke geehrt, der 1903 maßgeblich an dieser Gründung beteiligt war.

Georg Blaschke, am 20. Januar 1876 in Schlesien geboren, war bei der Kieler Stadtverwaltung beschäftigt und gründete zusammen mit anderen sportlich begeisterten Männern den 1. Kieler Fußballverein von 1900, einem der Vorläufer der KSV Holstein Kiel, weil der Stammverein Kieler Männer-Turn-Verein von 1844 das Fußballspiel nicht gerade förderte.
Von 1905 bis 1910 war Blaschke Gründungsmitglied und 2. Vorsitzender des Norddeutschen Fußballverbandes später auch dessen 1. Vorsitzender, von 1910 Schriftführer des Deutschen Fußballbundes und ab 1914 dessen Geschäftsführer.
Als Georg Blaschke am 5. Mai 1929 im Alter von 53 Jahren in Kiel verstarb, war er schon Ehrenmitglied des Deutschen Fußballbundes und von Holstein Kiel und Ehrenvorsitzender des Bezirks, der seinerzeit die ganze Provinz Schleswig-Holstein umfasste.

Während des Dritten Reiches hieß der Werftpark „Horst-Wessel-Park”, seit 1947 „Volkspark”. Die zahlreichen Bombenangriffe der Alliierten auf das Werftgelände zogen natürlich auch den Park und den Blaschkeplatz stark in Mitleidenschaft. Die Mitglieder der FSV Borussia machten sich daran, den Platz wieder bespielbar zu machen und durch ein Vereinsheim zu ergänzen.
Auch das Tor mit dem markanten Schriftzug „Blaschkeplatz” entstand zu jener Zeit. Seit 1972 wird der Blaschkeplatz nun von der Turn- und Sportvereinigung Gaarden genutzt, die durch die Fusion TSV Gaarden/FSV Borussia entstand. Im Jahre 1999 wurde der Blaschkeplatz auch Heimat des 1. FC Afefa, der vorher auf der Schwarzlandwiese beheimatet war.

50 Jahre hat er seitdem gehalten – nun musste er ausgewechselt werden. Er, das ist der markante Schriftzug „Blaschkeplatz” auf dem Tor an der Norddeutschen Straße. Dank weiterhin an unsere Heinzelmännchen unter der Leitung unseres Vorstandsmitgliedes Kurt „Kuddl” Jürgensen, die die handwerklichen Arbeiten leisteten. Deshalb dauerte die ganze Aktion ja auch etwas länger als geplant.
Aber ohne gerade eine Arbeitsgruppe wie diese könnte ein Verein seiner Aufgabe gar nicht nachkommen. Dessen sollten wir uns bewusst sein.

Möglich wurde diese Rekonstruktion durch eine Spende der Familie Blaschke, die Wert darauf legt, dass das Tor in historischer Form weiterbesteht. Die offizielle übergabe des neuen Schriftzuges fand am 17. Juli 2002 durch Herrn Dr. Klaus Blaschke als Vertreter der Familie Blaschke statt.

(Dieter Bünning)